Eröffnungskonzert der Saison 2026/27
1847 nach dem Tod seiner geliebten Schwester Fanny komponiert, ist Mendelssohns letztes Streichquartett ein zutiefst persönliches und ungewöhnlich aufgewühltes Werk, das zu seinen eindringlichsten Kompositionen zählt. Rastlosigkeit und dramatische Spannung prägen die Musik genauso wie innige Ruhe und emotional entfesselte Spannung.
Astor Piazzollas Tango Ballett verbindet die leidenschaftliche Ausdruckskraft des Tangos mit den Mitteln des modernen Musiktheaters. In einer Folge von spannungsvollen Szenen treffen rhythmische Präzision, sinnliche Melodien und scharf konturierte Klangfarben aufeinander. Die Musik erzählt von Nähe und Distanz, von Verführung, Eifersucht und unerfüllter Sehnsucht.
In nur wenigen Wochen entstand 1842 eines der großen Meisterwerke der romantischen Kammermusik. Schumanns Klavierquintett ist leidenschaftlich, virtuos und zutiefst lyrisch — voller überraschender Wendungen, rhythmischer Energie und unverwechselbarer Klangfantasie. Klavier und Streichquartett verschmelzen zu einem geradezu sinfonischen Klangkörper.
Das Elphier Streichquartett wurde im Jahr 2016 gegründet und hat sich in den letzten Jahren zu einem der international interessantesten und spannendsten Kammermusik-Ensembles etabliert. Die Musikerinnen und Musiker des Quartetts stammen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und sind allesamt Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters in Hamburg, einem der führenden Orchester Deutschlands.
Der Name Elphier Quartett ist ein Wortspiel: Zum einen verweist er auf den Spitznamen der Hamburger Konzerthalle, die auch „Elphi“ genannt wird, zum anderen auf die Zahl der Ensemblemitglieder — vier. Das Repertoire des Elphier Quartetts reicht von klassischer und romantischer Musik bis hin zu zeitgenössischen Werken.
Regelmäßig arbeitet das Elphier Quartett mit international renommierten Musikern zusammen; aus diesen Begegnungen sind viele enge musikalische Freundschaften entstanden, die sich in zahlreichen Konzerten und Festivalauftritten widerspiegeln. Seit dem letzten Jahr besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Ensemble Elphier und der Pianistin Kateryna Titova, die beim Eröffnungskonzert der neuen Saison im Schloss Kittsee nun ihren ersten internationalen Niederschlag findet.
Die aus der Ukraine stammende, in Berlin lebende Künstlerin zählt zu den vielseitigsten und ausdrucksstärksten Pianistinnen ihrer Generation. Sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin gastiert sie in bedeutenden Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein oder dem Konzerthaus Wien.
Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der Kammermusik. In der Zusammenarbeit mit dem Elphier Streichquartett zeigt sich ihre ausgeprägte Dialogfähigkeit und musikalische Sensibilität. Als Solistin verbindet sie technische Souveränität mit großer Ausdruckskraft und einer unmittelbar erzählerischen Qualität, wie zuletzt mit ihren Bach-Interpretationen, die international größte positive Resonanz erfuhren.
Seit 2024 ist Kateryna Titova „Artist in Residence“ des Liszt Festivals Raiding und setzt dort mit ihren vielseitigen Programmen regelmäßig besondere künstlerische Akzente. Am 22. Oktober — Liszts Geburtstag — wird sie dort beim Festkonzert 20 Jahre Liszt-Zentrum Raiding Liszts 2. Klavierkonzert zur Aufführung bringen.