Boris Bloch, Klavier
Der aus Odessa stammende Pianist Boris Bloch studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Tatjana Nikolaeva und Dimitri Bashkirov. 1976 gewann er die Auditions der „Young Concert Artists“, 1978 den Ersten Preis beim Internationalen Busoni-Wettbewerb in Bozen.
Als Solist konzertierte er unter anderem mit dem Orchester der Mailänder Scala, dem Cleveland Orchestra und dem Tonkünstler-Orchester. Er war zu Gast im Konzerthaus Berlin, im Mozarthaus Wien und in der Philharmonie Essen sowie bei Festivals wie dem Klavier-Festival Ruhr, dem Beethovenfest Bonn und dem Liszt Festival Raiding.
Ein Schwerpunkt seines Schaffens gilt Franz Liszt: Seine Gesamtaufnahmen der „Années de pèlerinage“ und der „Harmonies poétiques et religieuses“ wurden mit dem Grand Prix der Ungarischen Liszt-Gesellschaft ausgezeichnet, 2018 ernannte ihn die Österreichische Liszt-Gesellschaft zum Ehrenmitglied. Seine Bach-Doppel-CD zählte das spanische Magazin RITMO 2025 zu den zehn Aufnahmen des Monats; 2026 erscheint bei Gramola die 13 CDs umfassende Edition „Aveu passionné“.
Seit 1985 ist Boris Bloch Professor an der Folkwang Universität. 2007 erhielt er den Pädagogikpreis der Stadt Duisburg; als Juror wirkte er zuletzt 2024 beim Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau.
Boris Bloch lebt seit 2025 in Wien.